Zementfließestrich richtig verarbeiten

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat im August 2021 das Merkblatt „Zementfließestrich: Hinweise für die Planung und Ausführung“ neu aufgelegt. Überarbeitet wurde es von der gleichnamigen Projektgruppe.

Zementfließestriche bieten aufgrund ihrer leichten Verarbeitbarkeit, hohen Tragfähigkeiten und universellen Einsatzmöglichkeiten viele Vorteile. An die Herstellung, Planung und Verarbeitung werden allerdings besondere Anforderungen gestellt. Das neu überarbeitete Merkblatt vom VDPM fasst die wichtigsten Informationen zusammen und gibt praktische Hinweise, was bei diesem Baumaterial zu beachten ist. Thematisiert werden Fließestriche, deren Bindemittelbasis ausschließlich Zement darstellt, ohne Berücksichtigung von konventionellen Zementestrichen.

Nach allgemeinen Grundlagen im ersten Abschnitt geht es in Kapitel 2, Planung, um die unterschiedlichen Estrichkonstruktionen und Einsatzbereiche, die in DIN 18560 geregelten Nenndicken und Estrichfugen sowie die dazugehörigen Regeln und Normen. So sind etwa Fugen bei beheizten Estrichen anders zu planen als bei unbeheizten.

Da jeder Baustoff nur so gut ist wie seine Verarbeitung, haben die Experten auf diesen Part besonderen Wert gelegt. Ausführlich erläutert werden daher in Kapitel 3 vorbereitende Maßnahmen, der Einbau und die Nachbehandlung. Weil sich Zementfließestrich von konventionellem Zementestrich in seinem über die gesamte Höhe gleichmäßig dichten Gefüge unterscheidet, gestaltet sich auch der Trocknungsverlauf anders. Die Broschüre informiert darüber, was in punkto Trocknung und Belegreife zu beachten ist, um Schäden zu vermeiden.

Eine ganz spezielle Planung und Ausführung benötigen Heizestriche und als (farbige) Sichtestriche ausgebildete Varianten, wie sie beispielsweise derzeit für Fußbodenoberflächen im Trend sind. Sie werden jeweils in einem eigenen Kapitel im Merkblatt berücksichtigt. Schaubilder, Tabellen und Fotos mit Anwendungsbeispielen veranschaulichen die einzelnen Aspekte. Ergänzende Literaturhinweise, Normen und Richtlinien runden das Merkblatt ab.

Das Merkblatt „Zementfließestrich: Hinweise für die Planung und Ausführung“ steht ab sofort unter www.vdpm.info zum kostenlosen Download bereit und kann als Printausgabe unter info@vdpm.info bestellt werden.

 

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Über den VDPM

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen und deren Zubehör, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Im Sinne seiner Mitgliedsunternehmen engagiert sich der VDPM für eine effiziente Interessenvertretung gegenüber der (Fach)Öffentlichkeit, der Politik, sowie den Behörden und Institutionen auf deutscher und europäischer Ebene. Die Fachgremien des VDPM erarbeiten und bewerten dabei Grundlagen und Vorschläge zu Technik- und Umweltschutzthemen sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, beteiligen sich an Forschungsvorhaben und leisten erfolgreiche Presse- und Normungsarbeit. Für Planer, Architekten und Bauherren stellt der Verband eine Vielzahl herstellerneutraler Informationen zur Verfügung und ist kompetenter Ansprechpartner.

Maler-Präsident Guido Müller besucht VDPM

Lange war der Besuch schon geplant, jetzt konnte er endlich stattfinden. Der Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bauten­schutz, Guido Müller, war beim Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) in Berlin zu Gast. Begleitet wurde er vom Haupt­geschäfts­führer des Verbandes, Mathias Bucksteeg.

Dr. Hans-Joachim Riechers, Hauptgeschäftsführer des VDPM, freute sich über den Besuch, denn: „Die Nähe zum Handwerk und dessen Verbänden ist seit jeher ein Markenzeichen des VDPM. Die Maler sind für uns ganz wichtige Partner“, so Dr. Riechers. Antje Hannig, beim VDPM als Geschäftsführerin für Marketing und Technik zuständig, konnte dies mit konkreten Beispielen untermauern. „Wir haben gerade erst gemeinsam das schwierige Thema von Algen und Pilzen auf Fassaden gelöst. Zum ersten Mal gibt es für Planer, Sachverständige und Endkunden einheitliche und juristisch hieb- und stichfeste Aussagen.“ Die gemeinsamen Branchentage am 23. und 24. November 2022 wurden ebenfalls besprochen. „Die Branchentage bringen den Dreiklang Maler – Stuckateure – Hersteller sehr deutlich zum Ausdruck.“

Beide Seiten, der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel, zeigten sich mit der Zusammenarbeit zufrieden. „Gerade hier in Berlin ist es wichtig, dass wir Allianzen bilden und mit einer Stimme sprechen“, weiß Mathias Bucksteeg, der über eine langjährige Praxis im politischen Umfeld verfügt. Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Zusammenarbeit auf diesem hohen Niveau weitergeführt wird. „Wir haben in der Vergangenheit gesehen, wieviel wir gemeinsam erreichen können. Mit vereinten Kräften werden wir auch die Zukunft meistern“, fasst Präsident und Malermeister Guido Müller das Gespräch zusammen.

Foto: © BV Farbe Gestaltung Bautenschutz – Bettina Koch

 

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Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen und deren Zubehör, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Im Sinne seiner Mitgliedsunternehmen engagiert sich der VDPM für eine effiziente Interessenvertretung gegenüber der (Fach)Öffentlichkeit, der Politik, sowie den Behörden und Institutionen auf deutscher und europäischer Ebene. Die Fachgremien des VDPM erarbeiten und bewerten dabei Grundlagen und Vorschläge zu Technik- und Umweltschutzthemen sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, beteiligen sich an Forschungsvorhaben und leisten erfolgreiche Presse- und Normungsarbeit. Für Planer, Architekten und Bauherren stellt der Verband eine Vielzahl herstellerneutraler Informationen zur Verfügung und ist kompetenter Ansprechpartner.

Energetische Modernisierung: Förderung greift!

Das Bundeswirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat einen „Kassensturz“ zum Klimaschutz im Gebäudesektor vorgelegt. Zwar wurden die Klimaziele 2020 für den Gebäudesektor um knapp 2% verfehlt – trotzdem fällt das Fazit positiv aus.

Die stark verbesserten Förderbedingungen zeigen Wirkung. Insgesamt hat es noch nie ein so großes und erfolgreiches Gebäudemodernisierungsprogramm gegeben wie das aktuelle Förderprogramm, die „Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG)“ – 6,1 Mrd. Euro bewilligte Mittel allein im ersten Halbjahr 2021 sind ein noch nie dagewesener Rekord. Darin ist die Inanspruchnahme der seit 2020 bestehenden steuerlichen Förderung noch nicht einmal berücksichtigt. Geht es nach dem Vorschlag der Ministerien, so sollen im laufenden Jahr 2021 weitere 5,8 Mrd. Euro an Fördermitteln hinzukommen.

Positives Umfeld nutzen

Wird mit den Fördermitteln die erhoffte Wirkung erzielt? „Unsere Mitgliedsunternehmen bestätigen, dass die staatlichen Förderprogramme greifen“, sagt dazu der Haupt­geschäftsführer des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM), Dr. Hans-Joachim Riechers. Die energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden zieht deutlich an. Dies, so schätzt der Verband die Situation ein, liege auch daran, dass wieder ein positives Umfeld für die energetische Modernisierung von Gebäuden entstanden ist und Immobilienbesitzer zunehmend die Notwendigkeit erkennen. „Deshalb verstehen wir nicht, dass jetzt schon wieder nach Ordnungsrecht, „Sanierungszwang“ und staatlichen Eingriffen in die Eigentumsverhältnisse von Immobilienbesitzern gerufen wird. Wir sollten das derzeitige positive Klima nicht durch eine Politik der Gängelung, Bevormundung und Verbote wieder gefährden“, mahnt Dr. Riechers.

Energetisch modernisieren, dann Heiztechnik umstellen

Auch für die Zukunft seien die Aussichten für die Erreichung der Klimaziele im Gebäude­bereich gut. Der VDPM hat dazu gemeinsam mit dem ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg ein Konzept vorgelegt. „Klar ist, dass der Gebäudebereich bis 2045 klimaneutral werden muss. Das geht nur, wenn fossile Energieträger wie Gas und Öl durch erneuerbare Energien ersetzt werden“, erläutert Dr. Riechers. Dafür müssen die Gebäude jedoch vorbereitet werden. Sie müssen „Nieder­temperatur-ready“ sein, sonst mache der Einsatz von z.B. Wärmepumpen keinen Sinn. Nach der Definition des ifeu-Instituts bedeutet „Niedertemperatur-ready“, dass ein Gebäude energetisch so modernisiert werden muss, dass die Heizung mit möglichst geringen Vorlauftemperaturen auskommt. Ist diese Voraussetzung erfüllt – in der Regel ist dazu eine Wärmedämmung der Außenwände erforderlich – kann die Heizung, z.B. durch den Einbau einer Wärmepumpe, auf erneuerbare Energie umgestellt werden.

„Niedertemperatur-ready“ muss Standard werden

„Es ist völlig klar, dass ein schlechter Gebäudezustand den Umstieg auf erneuerbare Energie verhindert. Erneuerbare Energie ist viel zu wertvoll, um damit gegen Defizite der Gebäudehülle anzuheizen. Technisch ist das auch gar nicht machbar“, sind sich Dr. Riechers und der VDPM sicher. „Gebäudehülle, Anlagentechnik und erneuerbare Energie müssen ineinandergreifen. Das heißt: Erst energieeffizient modernisieren – das Gebäude muss mindestens „Niedertemperatur-ready“ sein – dann auf erneuerbare Heiztechnik umstellen.“ Darauf, so die Forderung des VDPM, solle in Zukunft die Förderung für die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes ausgerichtet werden.

Foto: ©mirkomedia – stock.adobe.com

 

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Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen und deren Zubehör, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Im Sinne seiner Mitgliedsunternehmen engagiert sich der VDPM für eine effiziente Interessenvertretung gegenüber der (Fach)Öffentlichkeit, der Politik, sowie den Behörden und Institutionen auf deutscher und europäischer Ebene. Die Fachgremien des VDPM erarbeiten und bewerten dabei Grundlagen und Vorschläge zu Technik- und Umweltschutzthemen sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, beteiligen sich an Forschungsvorhaben und leisten erfolgreiche Presse- und Normungsarbeit. Für Planer, Architekten und Bauherren stellt der Verband eine Vielzahl herstellerneutraler Informationen zur Verfügung und ist kompetenter Ansprechpartner.

Neue EN 1264 empfiehlt Belegreifwerte für beheizte Fließestriche (CAF und CTF)

Die aktuell neu veröffentlichte europäische Normenreihe EN 1264:2021-08 „Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung“ empfiehlt im Teil 4 „Installation“ für beheizte Calciumsulfat-Fließestriche und Zementfließestriche Belegreifwerte von 0,5 CM-% bzw. 1,8 CM-%. Die Mindestdicke der Estrichschicht wird im Normungstext mit 30 mm über den Rohrleitungen angegeben.

Unter Punkt 4.2.5 „Aufheizen zur Herstellung der Belegreife“ und dem Absatz zur notwendigen Messung der Trockenheit des Estrichs lautet der Normentext: „Sofern verfügbar, sollten europäische und nationale Normen angewendet werden. Wenn keine relevanten europäischen oder nationalen Normen angewendet werden können, werden die Werte nach Tabelle 2 ‚Messung des maximalen prozentualen Feuchtegehalts des Estrichs unter Verwendung des Carbid-Verfahrens (CM)‘ empfohlen.“ Die in dieser Tabelle genannten Werte lauten für Zementestrich (CT) und Zementfließestrich (CTF) 1,8 CM-%, für Calciumsulfatestrich (CA) und Calciumsulfat-Fließestrich (CAF) 0,5 CM-%.

Damit empfiehlt die neue EN 1264-4 die gleichen Belegreifwerte wie die deutsche Estrichnorm DIN 18560-1.

Zur Estrichschicht heißt es im Normungstext unter Punkt 4.2.2.9.2: „Die Dicke des Estrichs wird unter Berücksichtigung des Lastaufnahmevermögens und der Biegefestigkeitsklasse berechnet. Sofern verfügbar, sollten europäische und nationale Normen angewendet werden. Die Mindestdicke über den Heizrohren beträgt mindestens 30 mm. Spezielle Systemestriche dürfen, nach Empfehlungen des Anbieters, eine geringere Dicke zulassen. Die Festlegungen des Herstellers sollten befolgt werden.“

EN 1264 behandelt flächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme und richtet sich an Systeme für die thermische Behaglichkeit. Teil 4 der Norm legt einheitliche Anforderungen an die Planung und den Aufbau von zur Heizung oder Kühlung dienenden Fußboden-, Decken- und Wandkonstruktionen fest, um sicherzustellen, dass die Heiz- beziehungsweise Kühlsysteme für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sind.

 

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Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen und deren Zubehör, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Im Sinne seiner Mitgliedsunternehmen engagiert sich der VDPM für eine effiziente Interessenvertretung gegenüber der (Fach)Öffentlichkeit, der Politik, sowie den Behörden und Institutionen auf deutscher und europäischer Ebene. Die Fachgremien des VDPM erarbeiten und bewerten dabei Grundlagen und Vorschläge zu Technik- und Umweltschutzthemen sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, beteiligen sich an Forschungsvorhaben und leisten erfolgreiche Presse- und Normungsarbeit. Für Planer, Architekten und Bauherren stellt der Verband eine Vielzahl herstellerneutraler Informationen zur Verfügung und ist kompetenter Ansprechpartner.

Digitale Mitgliederversammlung mit großer Themenvielfalt

Über 100 Teilnehmer hatten sich zur 2. digitalen Mitgliederversammlung des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) am 29. April 2021 eingeloggt. Marktzahlen der Branche, Berichte aus den Technik- und Marketinggremien sowie die Kandidatenaufstellung für den Vorstand standen im Mittelpunkt der live aus Berlin gestreamten Veranstaltung. Per Webkonferenz am 28. Mai 2021 wurde Christoph Dorn als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt.

Vorstandsvorsitzender Christoph Dorn und Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers bilanzierten zunächst die positive Marktstatistik 2020 sowohl für Trockenmörtel als auch für Wärmedämm-Verbundsysteme (s. eigener Text). Die Ergebnisse bilden eine solide Grundlage für eine optimistische Prognose in den Sparten des VDPM im laufenden Jahr. Diese stützt sich vor allem auf konstante Marktzuwächse in der Gebäudemodernisierung, die durch die umfangreiche Zuschuss- und Kreditförderung viel Schub erhält. Christoph Dorn unterstrich in diesem Zusammenhang die intensive Beteiligung des VDPM an den dafür notwendigen politischen Prozessen. Basis ist eine enge Vernetzung mit wichtigen Institutionen in und außerhalb der Branche. Dass die funktioniert wurde den VDPM-Mitgliedern anhand dreier per Video eingespielter Grußworte deutlich: Holger Lösch, stellv. Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Barbara Metz, stellv. Bundesvorsitzende der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) berichteten in ihren Statements über die konstruktive Zusammenarbeit mit dem VDPM vor Ort in Berlin und das Engagement für die gemeinsamen Ziele in den Bereichen Energieeffizienz und Ökologie.

5000 Architekten nutzen WDVS Planungsatlas

Im weiteren Verlauf erläuterten Christian Poprawa, Leiter des Arbeitskreises Marketing/Öffentlichkeitsarbeit, und Matthias Brox, Leiter des Steuerungskreises Technik, die wichtigsten Ergebnisse und aktuellen Aktivitäten der Verbandsarbeit. Als Beispiele sind hier das erweiterte Marktinformationssystem, die Social-Media-Kampagne #putzpoesie und das neue Mitgliedermagazin „Update“ für den Bereich Marketing zu nennen. Die Technischen Gremien veröffentlichten zahlreiche neue Merkblätter, der WDVS-Planungsatlas, der inzwischen über 5000 registrierte Architekten zählt, wurde aktualisiert und Vertreter des VDPM wirkten bei vielen Fachdiskussionen und in der Normungsarbeit auf nationaler und europäischer Ebene mit.

Christoph Dorn als Vorsitzender wiedergewählt

Die in der Mitgliederversammlung notwendigen Abstimmungen wurden im Livestream thematisch erläutert, die Unternehmen konnten dann am darauffolgenden Tag über einen geschützten Link per Mail jeweils ihr Votum abgeben. Dieses Verfahren betraf unter anderem eine Satzungsergänzung, nach der nun Online-Mitgliederversammlungen mit rechtsgültigen Beschlüssen durchgeführt werden können. In gleicher Form erfolgte auch die Wahl des Vorstandes. Neu in dieses Gremium wurden Matthias Brox (alsecco GmbH) und Matthias Lorz (Sievert Baustoffe GmbH) gewählt, sie ersetzen die ausgeschiedenen Mitglieder Andreas Neubeck und Carsten Beier. Weiterhin im Vorstand des VDPM sind Christoph Dorn (Knauf Gips KG), Karl Minichmair (HASIT Trockenmörtel GmbH), Thomas Mothes (maxit Baustoffwerke GmbH), Dr. Markus Pfeuffer (Heidelberger Beton GmbH), Christian Poprawa (Saint-Gobain Weber GmbH), Heiner Röhr (Sto SE & Co. KGaA), Peter Sarantis (Baumit GmbH), Jens Schmidt (EJOT Baubefestigungen GmbH) und Thomas Utermöller (Sakret Trockenbaustoffe Sachsen). In einer separaten Webkonferenz am 28. Mai 2021 bestätigten die Vorstandsmitglieder Christoph Dorn im Amt des Vorstandsvorsitzenden sowie Dr. Markus Pfeuffer und Heiner Röhr als seine Stellvertreter.

Personell erweitert wurde zum 1. April 2021 die Geschäftsstelle des VDPM in Berlin: Dr. Sebastian Dantz übernahm dort die Position als Technischer Referent. Der 43jährige studierte Holztechnologe war zuletzt als Prüfingenieur bei der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart vor allem im Bereich Brandschutz tätig.

Die nächste Mitgliederversammlung des VDPM ist als Präsenzveranstaltung geplant am 28. und 29. April 2022 in Rostock.

Foto: Christoph Dorn – ©Simone M. Neumann

 

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Marktstatistik 2020: Trockenmörtel und WDVS solide im Plus

Zur digitalen Mitgliederversammlung am 29. April 2021 hatte der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) Erfreuliches zu vermelden: Die zusammen mit der B+L Marktdaten GmbH erstellte Branchenbilanz für Mörtelprodukte und Wärmedämm-Verbundsysteme in 2020 fiel positiv aus.

VDPM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers zeigte sich vor allem mit dem Trockenmörtel-Ergebnis sehr zufrieden: „Die Absatzentwicklung hat in 2020 alle Erwartungen übertroffen. Im Vergleich zu 2019 konnten die Absätze um +4,5 % gesteigert werden. Entsprechend erreichte der Gesamtmarkt für Trockenmörtel ein Absatzhoch von 8.526 kt.“ Die steigende Nachfrage schlug sich ein allen Produktsegmenten nieder. Einige Bereiche stachen aber nochmal hervor und wiesen deutlich stärkere Entwicklungen auf als der Gesamtmarkt.

Absatz Estrichmörtel steigt um 5,6 %

So profitierten coronabedingt etwa Mörtel für den Garten- und Landschaftsbau im vergangenen Jahr von der Fokussierung auf die eigenen vier Wände bzw. vom Verzicht auf Urlaub. Die Absätze konnten im Jahr 2020 um +9,7 % gesteigert werden. Auch die Absätze im Bereich der Estrichmörtel, die auch schon in den Vorjahren verlässliche Markttreiber waren, sind im Jahr 2020 um +5,6 % gestiegen. Nach eher schwächeren Vorjahren zeigte sich auch der Absatz von Fliesenchemie-Produkten mit +5,7 % im Vergleich zum Vorjahr erfreulich positiv in 2020. Der starke Markt für Bestandsmaßnahmen war laut B+L hier der Haupttreiber.

„Bemerkenswert ist auch, dass sich Außenputze erstmalig seit langer Zeit mit einem Wachstum von +4,9 % stärker entwickelt haben als Innenputze (+4,0 %)“, erklärt Dr. Riechers. Grund für diese Trendumkehr war nach den Erkenntnissen des VDPM auch das Erstarken der energetischen Modernisierung.

Von diesem Prozess haben auch die Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) profitiert. „Auslöser dafür waren unter anderem die Fördermittel aus dem Klimapaket der Bundesregierung sowie die allgemeine Belebung des Modernisierungsmarkts“, so Dr. Riechers. Die verlegten

Flächen konnten um +5,2 % im Vergleich zum Jahr 2019 gesteigert werden. Auch für das kommende Jahr erwarten VDPM und B+L ein Plus beim WDVS-Absatz.

Verhaltener Ausblick 2021

Im Neubau wird sich nach Einschätzung von B+L der Nichtwohnbau rückläufig entwickeln. Viele Unternehmen verzichten aktuell auf Investitionen in neue Produktionshallen oder Büros. Im Wohnbau dagegen dürfte der Positivtrend anhalten. Bestandsmaßnahmen werden auch in diesem Jahr ein wesentlicher Treiber der Absatzentwicklung sein. Die skizzierten Entwicklungen werden sich positiv auf die Absätze von Putzen und Fliesenchemie auswirken. Bei Mauermörteln (Prognose +0,4 %) und Estrichmörteln (Prognose -0,2 %) rechnet B+L aufgrund der geringeren Neubaunachfrage (insbesondere aus dem Nichtwohnbau) mit nur geringen Verschiebungen. Für den Gesamtmarkt Trockenmörtel 2021 rechnen VDPM und B+L aktuell mit einer Absatzsteigerung von +0,9 % über Vorjahr.

 

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Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen und deren Zubehör, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Im Sinne seiner Mitgliedsunternehmen engagiert sich der VDPM für eine effiziente Interessenvertretung gegenüber der (Fach)Öffentlichkeit, der Politik, sowie den Behörden und Institutionen auf deutscher und europäischer Ebene. Die Fachgremien des VDPM erarbeiten und bewerten dabei Grundlagen und Vorschläge zu Technik- und Umweltschutzthemen sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, beteiligen sich an Forschungsvorhaben und leisten erfolgreiche Presse- und Normungsarbeit. Für Planer, Architekten und Bauherren stellt der Verband eine Vielzahl herstellerneutraler Informationen zur Verfügung und ist kompetenter Ansprechpartner.

Bauteilanschlüsse in der Fassade sorgfältig planen und ausführen

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat das neue Merkblatt „Ausbildung von Details mit Profilen und Fugendichtungsbändern bei Außenputz und WDVS“ veröffentlicht.

Erstellt wurde die 36-seitige Broschüre durch die Projektgruppe Profile & Fugendichtungsbänder im Arbeitskreis Fassadendämmsysteme des VDPM. Das Merkblatt wird mitgetragen durch den Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB, den Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und die Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden e. V.

Sowohl bei Putzfassaden als auch bei wärmegedämmten Gebäuden gibt es Bauteilanschlüsse, die in Abhängigkeit von deren Bewegungen, Bewitterung und Optik sowie eventuell weiteren Anforderungen (wie z. B. Feuchteschutz, Brandschutz) sorgfältig zu planen und auszuführen sind. Fehler können hier schwerwiegende Konsequenzen haben und die dauerhafte Funktionssicherheit der Konstruktion negativ beeinflussen. Das Merkblatt wendet sich deshalb an Planer und Architekten ebenso wie an das ausführende Fachhandwerk mit dem Ziel, durch umfassende Detailkenntnisse sichere Bauteilanschlüsse herzustellen.

Im ersten Teil des Merkblattes beschreiben die Autoren die Anforderungen an Profile, Anputzdichtleisten und Fugendichtungsbänder. Es folgen auf mehr als 20 Seiten die ausführliche Beschreibung der Auswahlkriterien und konkrete Planungshinweise. Dabei werden alle relevanten Einsatzbereiche berücksichtigt, darunter Sockel, Fenster & Türen, Rollläden, Fensterbänke und Dachanschlüsse. Beispielhafte Darstellungen einzelner Anschlussausbildungen illustrieren die entsprechenden Konstruktionen anschaulich und dokumentieren jene Details, auf die es ankommt. Der Planung von Fugen und Durchdringungen sind jeweils eigene Kapitel im Merkblatt gewidmet. Im folgenden Praxisteil geben die Autoren Hinweise zum fachgerechten Einbau von Anputzdichtleisten und imprägnierten Fugendichtungsbändern. Allgemeine Erläuterungen zur Wartung und ein Literaturverzeichnis inklusive Verweise zu den relevanten Normen und Richtlinien runden die Publikation ab.

Das neue Merkblatt „Ausbildung von Details mit Profilen und Fugendichtungsbändern bei Außenputz und WDVS“ steht ab sofort unter www.vdpm.info zum kostenlosen Download bereit und kann als Printausgabe unter info@vdpm.info bestellt werden.

Direktlink:

https://www.vdpm.info/services/downloads/broschueren-und-merkblaetter/#daemmsysteme

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WDVS, Putz und Mörtel: Geht uns das Material aus?

Hiobsbotschaften allerorten: Die Hersteller wichtiger Rohstoffe haben Lieferschwierigkeiten angekündigt. Das betrifft Rohstoffe für die Herstellung von Putzen und Mörtel, aber auch für den Bereich der Dämmstoffe. Nach einer Mitteilung des europäischen Verbandes CEPE hat die aktuelle Situation ihren Ursprung insbesondere aus der unerwartet schnellen V-förmigen Erholung in China, die die Nachfrage nach wichtigen Rohstoffen anheizt.

„Wir sind keine Experten, die den weltweiten Rohstoffmarkt analysieren können, aber wir sehen die aktuellen Auswirkungen in unserer Branche und natürlich für das Handwerk“, sagt VDPM Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers. „Hersteller von WDVS, Putzen und Mörtel berichten seit geraumer Zeit nicht nur über Lieferschwierigkeiten bei wichtigen Rohstoffen, sondern auch über die kräftigen Preissteigerungen, die damit verbunden sind.“

Was bedeutet das für die nahe Zukunft? Nach Einschätzung des VDPM wird sich die Situation nicht so schnell entspannen. Die Lieferschwierigkeiten können bei einzelnen Produkten aus dem Bereich Putz und Mörtel zu Lieferengpässen und Verzögerungen führen. Betroffen sind aber auch Dämmstoffe. Vor diesem Hintergrund rät der VDPM den verarbeitenden Fachunternehmen dazu, sich bei Ausschreibungen und Angeboten intensiv mit den jeweils aktuellen Entwicklungen der Situation am Markt auseinanderzusetzen und sich hierüber laufend bei ihren Lieferanten zu informieren.

Die Abhängigkeit von internationalen Rohstoffmärkten zeige aber auch, wie wichtig eine Grundversorgung aus Europa sei. „Wenn ganze Branchen aufgrund extremer Umweltstandards in Europa nicht mehr produzieren können, geraten wir vollständig in die Abhängigkeit“, so Dr. Riechers. Dieser Aspekt müsse bei aller Euphorie über den EU Green Deal wieder mehr in den Fokus genommen werden.

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Merkblatt „Calciumsulfat-Fließestriche – Hinweise für die Planung“ überarbeitet

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) und die Industriegruppe Estrichstoffe im Bundesverband Gips (IGE) haben eine aktualisierte Fassung des Merkblatts „Calciumsulfat-Fließestriche – Hinweise für die Planung“ veröffentlicht.

Es ersetzt die Ausgabe von Oktober 2016 und enthält verschiedene redaktionelle Änderungen, die unter anderem mit der im Februar 2021 erfolgten Neuausgabe der DIN 18560-1:2021-02 „Estriche im Bauwesen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen, Prüfung und Ausführung“ zusammenhingen.

Die Grundstruktur des Merkblatts wurde beibehalten. Die beiden Einstiegskapitel befassen sich kurz mit der Herstellung von Estrichen, ihrer Funktion und den Vorteilen von Fließestrichen generell. Es folgen planerische Aspekte und Details zum Einbau. Im Kapitel Trocknung und Belegreife empfehlen die Autoren gemäß der Neuausgabe DIN 18560-1 einen Feuchtegehalt von ≤ 0,5 CM-% für beheizte und unbeheizte Estriche zum Erreichen der Belegreife.

Ausführlich beschreibt das Merkblatt anschließend die verschiedenen Maßnahmen vor der Belagsverlegung – von der Oberflächenbeurteilung des Estrichs bis zum Einsatz von Grundierungen und Spachtelmassen. Den Abschluss der Broschüre bildet das Kapitel über Umwelteigenschaften und Nachhaltigkeit.

Das neue Merkblatt „Calciumsulfat-Fließestriche – Hinweise für die Planung” steht ab sofort unter www.vdpm.info und www.pro-fliessestrich.de zum kostenlosen Download bereit und kann als Printausgabe unter info@vdpm.info bestellt werden.

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WDVS Einsatz im Geschosswohnungsbau Foto VDPM

Dämmplatten für WDVS sind Systembestandteil

Systemhalter von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) dokumentieren in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung bzw. allgemeinen Bauartgenehmigung, welche Systemkomponenten in welchen Konfigurationen geprüft und zur Verwendung freigegeben sind. Abweichungen von dieser geprüften Konstellation durch Lieferung und Einsatz systemfremder Komponenten sind unzulässig.

Aus aktuellem Anlass einer Baustellen-Lieferung von Dämmplatten, die nicht als Systembestandteil von WDVS geprüft und deklariert waren, hat der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) über ein Mitgliedsunternehmen das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) um eine Stellungnahme zu diesem Sachverhalt gebeten. Darin heißt es unter anderem:

„Der Systemhalter kann die Komponenten selbst liefern oder er kann sie liefern lassen. In beiden Fällen sind die Bestimmungen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung/allgemeinen Bauartgenehmigung (…) einzuhalten. Die Lieferung auf die Baustelle kann über den Zulassungsinhaber oder den Komponenten-Hersteller erfolgen. Wichtig ist eine zulassungskonforme Kennzeichnung des Bauproduktes WDVS als Bausatz über den Beipackzettel oder den Lieferschein, damit der Verwender erkennen kann, um welche Komponenten eines WDVS nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung/allgemeiner Bauartgenehmigung es sich handelt.“

Ein WDVS ohne allgemeine bauaufsichtliche Zulassung bzw. allgemeine Bauartgenehmigung darf in Deutschland nicht verwendet werden; entsprechende Regelungen bestehen auch für WDVS mit ETA. Die Zertifizierung wird immer für das komplette System erteilt und damit für die dem System vom Systemhalter zugeordneten und als solche gekennzeichneten Komponenten. Werden beispielsweise Dämmplatten, Kleber oder Mörtel aus systemfremden Bezugsquellen eingesetzt, liegt ein Verstoß gegen geltendes Baurecht vor. Außerdem erlischt die Gewährleistung des Systemhalters und geht vollumfänglich auf den Verarbeiter über.

Der VDPM weist deshalb ausdrücklich darauf hin, bei der Verarbeitung von WDVS grundsätzlich im System zu bleiben. Ansonsten droht ein Erlöschen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung bzw. allgemeine Bauartgenehmigung. Die Leistung kann dann als mangelhaft eingestuft werden, denn der Auftragnehmer hat objektiv eine vom Auftragsinhalt abweichende Herstellung vorgenommen. Dies führt seitens der Auftragnehmer häufig zum Einbehalten der Forderungen bzw. zu Zahlungsverzögerungen, gegebenenfalls sogar zum Rückbau aufgrund des Einbaus eines nicht zugelassenen Systems.

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